Marabou e.V. — Amitié Haitiano-Européenne
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Foire Medicale im August 2007

Das Foire Medicale in diesem August wurde aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre etwas umgestellt. Aufgrund der guten und kontinuierlichen Arbeit der kubanischen Ärzte in Petit-Goâve wurde das Konzept der kostenlosen Gesundheitsversorgung modifiziert und erweitert. Die Arbeit des kubanischen Ärzteteams ermöglicht mittlerweile eine Grundversorgung der Bevölkerung durch das örtliche Krankenhaus. Die Umbaumaßnahmen der Klinik sind mittlerweile abgeschlossen und die Arbeit wird durch kubanische Ärzte gesichert. Jedoch ist diese Versorgung immer noch unzureichend, sie hat sich in den letzten Jahren jedoch kontinuierlich verbessert. Große Probleme gab es in diesem Jahr schon vorab, da es aufgrund von neuen Zollregelungen Haitis Probleme gab, die aus den USA verschickten Medikamente durch den haitianischen Zoll zu bringen. Dank der tatkräftigen Unterstützung aller Beteiligten wurde das Foire Medicale trotz der anfänglichen Schwierigkeiten in diesem Jahr letzlich doch noch zu einem großen Erfolg.

Im August 2007 wurden an drei Tagen ca. 3.000 Patienten untersucht, davon etwa zur Hälfte Kinder, da der erste Tag ausschließlich für die Untersuchung von Kindern genutzt wurde. Das medizinische Team bestand aus 10 Ärzten und 15 Krankenschwestern, wobei auch diesmal der örtliche Zahnarzt bei der Behandlung mitgeholfen hat. Parallel zu den Untersuchungen fanden auch in diesem Jahr Schulungen für Lehrer statt, wie sie Jugendliche für Krankheiten (wie z.B. HIV) sensibilisieren können. Daneben gab es auch für Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren Informationsveranstaltungen wie man sich vor Geschlechtskrankheiten und HIV schützen kann.

Auch für diese Veranstaltungen gab es eine rege Nachfrage. Aufgrund des großen Erfolges in den vergangenen Jahren wurde in diesem Jahr auch im Umland von Petit-Goâve eine kostenlose Gesundheitsversorgung der Bevölkerung durchgeführt. Im Umland war es jedoch ein kleineres Team, das zumeist aus einem ein fünfköpfigen Ärzteteam bestand. Es setze sich aus zwei kubanischen Ärzten, Dr. Allen und Dr. Jean Yvenet Monice aus den USA und einem weiteren Arzt, sowie vier bis sechs Krankenschwestern zusammen. So wurden an einem Tag in Fort Royale ca. 300 Kinder und in La Digue ca. 400 Kinder untersucht. Man beschränkte sich hier auf die Kinder und die akuten Fälle, da das Ärzteteam nicht so viel Kapazität hatte wie in Petit-Goâve. Die akuten Fälle, die einer Nachbehandlung bedurften wurden an das örtliche Krankenhaus weitergeleitet.

Ein weiterer Tag im Umland, in Vialet, war für das komplette Team eine Überraschung. Dort angekommen wartete bereits eine Menschmenge von etwa 1.000 Leuten, mit vereinten Kräften wurde versucht deren Bedürfnissen gerecht zu werden. Da dies aber mit dem verkleinerten Team an einem Tag nicht möglich war, wurde spontan noch ein weiterer Tag dort verbracht. Inm nächsten Jahr soll dieser Nachfrage mit einem vergrösserten Angebot begegnet werden, es werden zwei Tage in Vialet mit dem gesamten Team eingeplant.

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