Marabou e.V. — Amitié Haitiano-Européenne
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Bericht der Sitzung von Marabou Haiti am 25.10.2016

Die Mitglieder von Marabou Haiti und die Direktorin der Schule haben sich zusammengesetzt, um über die Folgen des Hurrikans Matthew zu beraten.

Der Hurrikan in Haiti
Haiti kommt nicht zur Ruhe. Nach Erdbeben, Hurrikan Sandy und Cholera jetzt Hurrikan Matthew, vom dem die drei Regionen Ouest (hier liegt Petit-Goave), Sud und Grand'Anse am schwersten getroffen wurden. Besonders Sud und Grand'Anse wurden vom Rest des Landes für viele Tagen isoliert, Straßen und Häuser wurden überflutet, die meisten Häuser haben kein Dach mehr, die Ernte wurde vernichtet und ein Großteil des Viehs starb.

 

Der Hurrikan in Petit-Goave
Auch in Petit-Goave hat es drei Tage ohne Unterbrechung geregnet. In der Stadt waren zwei Gebiete stark betroffen: Nan Bannann et Petite Guinee. Nan Bannann wurde vom Fluss Caiman überschwemmt. Keine einzige Bananenpflanze blieb stehen. Alle Häuser wurden beschädigt, die meisten haben kein Dach mehr. Das Gebiet von Petite Guinee wurde von den Fluten verwüstet. Viele Häuser stehen jetzt im Meer. Außerdem wurde die Brücke Ladigue, die die Hauptstadt und den Süden verbindet, vom Wasser mitgerissen und viele Bäume wurden vom Sturm entwurzelt.

Situation an der Schule
Die Schule hatte Glück im Unglück. Das Schulgebäude ist unbeschädigt. Nur das Toilettenhäuschen hat etwas abbekommen. Ein Teil des Daches ist kaputt und einige Türen müssen repariert werden. Der Schulbetrieb läuft inzwischen wieder fast normal. Doch viele unserer Schulkinder hatten eine schwere Zeit. Da sie aus sehr armen Familien kommen, wohnen die meisten in kleinen Hütten. Während der drei Tage, die der Hurrikan wütete, haben sie Schlimmes erlebt: Ohne Dach und Strom, kalte Nächte in völliger Dunkelheit, drei Tage ohne Essen. Das war für viele Kinder eine schreckliche Zeit. Einige Kinder, deren Elternhaus total zerstört wurde, haben mit ihren Eltern Zuflucht bei Verwandten auf dem Land gesucht. Doch die meisten Schüler kommen wieder zur Schule. Die Kinder haben jedoch oft Hunger. Deshalb musste die Schule die Schüler schon ein paar Mal früher nach Hause schicken.

Mensa-Rohbau
Da es schon schwierig ist, die laufenden Kosten der Schule aufzubringen, bleibt kein Geld mehr für die Fertigstellung des Mensa-Rohbaus. Die Räume werden aber dringend benötigt. Die Schule hofft, dass durch Spenden aus Amerika und Deutschland die Arbeiten bald abgeschlossen und die Räume dann genutzt werden können.
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