Marabou e.V. — Amitié Haitiano-Européenne
Primus-Truber-Straße 50
D 72072 Tübingen
E-Mail: info[at]marabou-ev.de

Über Petit-Goâve

Haiti liegt in der Karibik und umfasst den westlichen Teil der Insel Hispaniola. Im Osten grenzt es an die Dominikanische Republik.
Die Stadt Petit-Goâve liegt etwa 70 km westlich der Hauptstadt Port-au-Prince an der nördlichen Küste der Halbinsel. Sie wurde 1663 von französischen Siedlern gegründet und ist damit die älteste Stadt des Landes. Heute leben in Petit-Goâve und den dazugehörigen 12 ländlichen Bezirken ungefähr 160.000 Einwohner.

Die Bevölkerung Petit-Goâves ist bekannt dafür, sich in die Politik des Landes einzumischen und für die Anliegen des Volkes zu kämpfen.

Petit-Goâve steht für die politische Mobilisierung. Von hier aus verbreiteten sich in den letzten Jahrzehnten die großen Aufstandsbewegungen gegen die Machthaber des Landes.

In Petit-Goâve gibt es keinerlei Industrie. Fischfang, Landwirtschaft und unorganisierter Handel sind die Haupteinkommen der Einwohner der Stadt.
Doch viele Erwerbstätige sind arbeitslos. Daher ist die Kaufkraft sehr gering. Aber die Lebenshaltungskosten steigen und Produkte zur Sicherung der Grundbedürfnisse sind teuer. Viele Menschen müssen täglich ums Überleben kämpfen.

Die medizinische Versorgung in Petit-Goâve ist katastrophal. Es gibt nur ein einziges öffentliches Krankenhaus, das “Hôpital Notre Dame”. Der Krankenhausbetrieb läuft dort jedoch nur unter prekären Voraussetzungen: Es herrscht ein Mangel an Ärzten, Medikamenten und medizinischer Ausstattung. Oft kann nicht einmal erste Hilfe geleistet werden, da es sogar an Verbandsmaterial und anderen grundlegenden Dingen mangelt.
Menschen, die sich den Besuch in kostspieligen Privatpraxen nicht leisten können, sind auf die begrenzt angebotene medizinische Versorgung durch die Heilsarmee und andere karitative Organisationen angewiesen. Ohne die Hilfe dieser Organisationen würden viel mehr Menschen an Malaria, Tuberkulose, Typhus, Anämie oder Magen- und Darmbeschwerden sterben.

Auch die Schulbildung ist in Petit-Goâve nicht für alle sichergestellt. Es gibt zwar viele Schulen, die meisten sind jedoch kostenpflichtige Privatschulen, die sich nicht alle Eltern leisten können. Da auch die Kapazitäten an den staatlichen Grundschulen nicht ausreichen, gibt es immer noch Kinder, die überhaupt keine Schule besuchen können.
Bei den weiterführenden Schulen ist nur eines der Gymnasium staatlich, das “Lycée Faustin Soulouque”.

Unser Verein Marabou e.V. — Amitié Haitiano-Européenne möchte die Situation der armen Bevölkerung in Petit-Goâve vor allem im Bildungs- und Gesundheitsbereich verbessern. Dies soll mit direkter Hilfe durch unsere Projekte vor Ort geschehen.

SatzungImpressum