Aktuelles

18.09.2019: Überschwemmungen in Petit-Goâve

Am 18. September abends reichten 30 Minuten Regen, um große Überschwemmungen in der Innenstadt und den Außenbezirken von Petit-Goâve zu verursachen. Das Büro für Katastrophenschutz meldete zwei Tote und vier Vermisste. Fast 330 Häuser wurden überflutet und mehr als 40 Häuser zerstört. Mehr als 120 Menschen wurden im Gymnasium Faustin Soulouque, das als Notunterkunft dient, untergebracht. Wir haben es noch nicht geschafft, nach der Überschwemmung Kontakte zu allen Kindern unserer Schule aufzunehmen. Bisher haben wir aber schon 23 Familien gezählt, die von der Überschwemmung sehr hart getroffen wurden. Eine alleinerziehende Mutter von einem unserer Schulkinder hat uns weinend erzählt, dass sie, als das Wasser anfing, in ihrem Zweizimmerhaus zu steigen, ihre beiden Kinder auf den Tisch gesetzt und die Türen geöffnet hat, damit das Wasser abfließen konnte. Es war dunkel und alles was sie hatte, hat das Wasser mitgenommen. Weiterlesen -->

 

Marabou Bericht September 2019

Die Armut und die Sicherheitslage haben sich in Haiti in den letzten 12 Monaten verschlimmert. Neben der Korruption in allen Teilen der öffentlichen Verwaltung gibt es einige Affären, die die Bevölkerung traumatisiert haben. Viele Milliarden US$ sind aus öffentlichen Geldquellen verschwunden, die für die Infrastruktur des Landes gedacht waren. Die Infrastruktur ist für die gestiegene Bevölkerungszahl nicht ausreichend, so dass Wasser und Strom rationiert werden - wenn die Versorgung überhaupt funktioniert. In den Krankenhäusern mangelt es an allem, so dass Patienten für alles selber aufkommen müssen, selbst für Bettdecken und Einweghandschuhe. Bei den Schulen sieht es nicht besser aus. Es gibt bei weitem nicht genug Schulen, außerdem sind über 90% der Schulen in privaten Händen. Weiterlesen -->